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Die Belastungen durch elektromagnetische Felder sind kaum jemandem bewusst. In den letzten Jahren sind in der Forschung das Magnetfeld der Erde und seine Bedeutung für die Menschen immer mehr in den Vordergrund getreten.

In der Physik wird der Begriff "Feld" dazu benutzt, Zustände und Wirkungen in einem Raum zu beschreiben. Alltägliche Beispiele elektrischer Felder sind die Bildschirme von Computern oder Fernsehgeräten, die den Staub anziehen, weil sie elektrisch geladen sind, oder das bei Gewittern in Erscheinung tretende elektrische Feld. Am Beispiel eines Kompasses ist uns allen die Wirkung eines magnetischen Feldes bekannt. Ein horizontal beweglicher Magnet richtet sich unter dem Einfluss des Erdmagnetfeldes auf den magnetischen Nordpol aus.

Die Diskussion um die Bedeutung der magnetischen Felder und ihren Einfluss auf die Menschen wird in der heutigen Zeit sehr kontrovers geführt, aber die Tatsache, dass es sie gibt, ist unumstritten.

Das Erdmagnetfeld ist ein nahezu konstantes Feld, das seine Stärke und Richtung nur geringfügig in Abhängigkeit von Ort, Tages- und Jahreszeit ändert. An der Erdoberfläche existiert darüber hinaus noch ein natürliches elektrisches Feld. Seine Stärke wird bestimmt durch die ionisierende Wirkung kosmischer Strahlung auf höhere Luftschichten und durch Luftbewegungen in der Atmosphäre.

Alle diese Felder, natürliche wie technische, sind Teil des elektromagnetischen Spektrums.

Das sichtbare Licht der Sonne oder einer Glühbirne gehört ebenso dazu wie die unsichtbare Infrarotstrahlung oder die sehr energiereiche Röntgenstrahlung. Der entscheidende Unterschied liegt in der Frequenz, der Anzahl der Schwingungen, die in der Einheit Hertz (Hz) gemessen wird. Je mehr Schwingungen pro Sekunde, desto energiereicher ist das Feld.

Der Begriff "elektromagnetisch" bezieht sich auf den Frequenzbereich, in dem elektrische und magnetische Felder im Allgemeinen miteinander gekoppelt sind; beide können dann nicht mehr voneinander getrennt betrachtet werden.
Magnetfelder spielen auch in der Medizin zunehmend eine große Rolle. In der Diagnostik vor allem von Tumoren, aber auch in der Früherkennung eines drohenden Herzinfarktes oder neurologischer Erkrankungen wird die Magnet-Resonanz-Tomographie, die mit besonders starken Magnetfeldern arbeitet, eingesetzt.

Dieses hochmoderne Verfahren, das Bilder aus dem Inneren des Körpers auf wesentlich schonendere Weise liefern kann als Röntgenstrahlen, macht sich das Verhalten des Körpergewebes in einem starken Magnetfeld zunutze. Die Magnetfelder, mit denen diese Technik arbeitet, sind 30000mal intensiver als die der Erde.

In den letzten Jahren ist ein Phänomen in den Blickwinkel der Forscher gerückt, das es schon sehr lange gibt, dessen Bedeutung für den Menschen bisher aber noch nicht ausreichend beleuchtet ist: die Sonnenstürme. Sie entstehen durch Eruptionen auf der Sonne, die Teilchen mit gewaltigen Energien geladen in den Weltraum schleudern und das Magnetfeld der Erde verzerren. Zu diesen Stürmen kommt es, wenn Nordpol und Südpol der Sonne beginnen, ihre Plätze zu tauschen. In dieser Phase steigt die Zahl der so genannten "Sonnenflecken" und damit der Sonnenstürme.

Sonnenflecken sind eine sichtbare Begleiterscheinung von gewaltigen Explosionen in der Sonnenatmosphäre, bei denen unvorstellbare Mengen an gasförmiger Materie in den Weltraum hinauskatapultiert werden, vergleichbar mit dem Ausbruch eines Vulkans.

Eine so aktive Sonne kann mit ihren magnetischen Stürmen sowohl technische Anlagen als auch biologische Systeme stören. Die Auswirkungen auf technische Anlagen sind eindeutig und können nicht wegdiskutiert werden. Mensch und Tier sind auch Teil des Erdmagnetfeldes und damit ebenfalls den Auswirkungen der Sonnenstürme direkt ausgesetzt. Die Forschung zu diesen Auswirkungen auf Mensch und Tier steckt aber noch in den Anfängen.

Es gibt Tiere, die sich mit Ausrichtung auf das Magnetfeld der Erde fortbewegen und orientieren, zum Beispiel die Wale. Die Forscher diskutieren, ob die Zunahme verirrter und gestrandeter Wale eventuell auch mit den Veränderungen des Erdmagnetfeldes zu tun haben könnte.

Sonnenstürme haben ca. alle elf Jahre ihre Höhepunkte. Der vorletzte Höhepunkt war 1989. In der kanadischen Provinz Quebec fiel innerhalb von 90 Sekunden ein großes Kraftwerk aus: Neun Stunden lang gab es keinen Strom. Als Ursache für diesen überraschenden Zusammenbruch nimmt man den Einfluss der Sonnenstürme an. Der letzte Höhepunkt war im Jahre 2000, und die Auswirkungen reichten weit in das Jahr 2002 hinein.

Biophysikalisch arbeitende Therapeuten führen die Zunahme diffuser Störungen und einer allgemeinen Labilität bei den Patienten in diesem Zeitraum auf die Auswirkungen der Sonnenstürme zurück: Eine Erhöhung der Infektanfälligkeit, insbesondere bei Kindern, aber auch eine Steigerung der Migräneanfälle, der Herzinfarkte sowie fortschreitende Erschöpfungszustände bis hin zu einer Verschlechterung des Zustandes chronisch Erkrankter ist eindeutig in diesen Phasen zu registrieren gewesen.

Unter http://www.physik.uni-greifswald.de/ oderhttp://www.spaceweather.com/ kann man sich informieren über die Problematik der Sonnenstürme und ihre Auswirkungen auf das Magnetfeld der Erde.

 


     


Es muss eine Stunde am Tag geben, wo der Mensch, der zu reden hat, verstummt.

Es muss eine Stunde geben, wo der Mann der Entschlüsse seine Entschlüsse beiseite schiebt, als wären sie alle zerronnen, und wo er eine neue Weisheit lernt: die Sonne vom Mond zu unterscheiden, das Meer vom festen Land und den Nachthimmel von der Wölbung eines Hügels.
 
Thomas Merton
(1915 - 1968)